Der Karlex
BSW - Gruppe VT1816
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Die Geschichte des Karlexist eigentlich die Geschtichtedes VT18.16
Im Jahre 1959 begann man bei der Deutschen Reichsbahn mit der Entwicklung eines komfortablen Schnelltriebzuges, der vor allem die Altbaufahrzeuge im internationalen Dienst ablösen sollte. Vier Jahre später konnte der Waggonbau Görlitz, der mit der Entwicklung beauftragt worden war, den Prototyp eines solchen Zuges auf der Leipziger Frühjahrsmesse präsentieren. Bei Fachleuten des In- und Auslandes soll der neue vierteilige Zug damals Erstaunen ausgelöst haben. Stolz konnte die DDR ein Markenprodukt vorzeigen. Bei der DR erhielt der Zug die Bezeichnung VT 18.16.01, wobei der erste Teil der Nummer sich auf die installierte Motorleistung von 1800 PS bezieht. Der zweite Teil stellte ein Zehntel der Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h dar, während der dritte Teil die Ordnungsnummer darstellt. Außerdem wurden die Züge in Anlehnung der Bauartbezeichnungen der Vorkriegstriebwagen und in Hinsicht auf den Hersteller als Bauart "Görlitz" bezeichnet.
Am 15. April 1964 erfolgte die Indienststellung des Prototyps bei der DR. Dem Vorserienfahrzeug folgte mit dem am 15. Mai 1965 in Dienst gestellten SVT 18.16.02 das erste Serienfahrzeug. Während dieser, wie der Prototyp noch von zwei 900 PS starken Dieselmotoren angetrieben wurde, kamen ab dem SVT 18.16.03, der am 17. Mai 1966 in Dienst gestellt wurde, zwei 1000 PS starke Motoren zum Einbau. Äußerlich unterschieden sich die ersten beiden Triebzüge untereinander, sowie gegenüber den Serienfahrzeugen durch eine unterschiedliche Farbgebung und durch eine andere Gestaltung der Führerkanzel. Auch die Art der Einstiegstüren wich beim Prototyp ab, der im Gegensatz zu den mit Drehfalttüren ausgerüsteten Serienfahrzeugen Schiebetüren hatte. Eine andere Besonderheit wies der am 1. Juni 1966 in Dienst gestellte SVT 18.16.04 auf. Seine Vorbauten waren probeweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt worden. Bis 1968 wurden insgesamt acht Triebzüge, zwei Reservemaschinenwagen und sechs zusätzliche Mittelwagen geliefert. Alle VT 18.16. wurden dem Triebwagen-Bahnbetriebswerk Berlin-Karlshorst zugeteilt, welches schon die Altbau-Schnelltriebwagen betreute. Ab 31. Mai 1964 erfolgten die ersten Regeleinsätze des VT 18.16.01 auf der neu eingerichteten Verbindung nach Kopenhagen als Ex 21/22 "Neptun", wobei im Wechsel mit SVT der Bauart "Köln" gefahren wurde. Die 521 Kilometer lange Strecke legten die Triebwagen nun in 8 Stunden zurück, inklusive der Fährfahrt von Warnemünde nach Gedser, die gut zwei Stunden in Anspruch nahm. Im darauffolgenden Winterfahrplan lief der SVT 18.16.01 dann abwechselnd mit Altbaufahrzeugen als Ex 352/353 nach Prag. Ab 30.Mai 1965 wurde er wieder recht häufig als "Neptun" eingesetzt. Zwischendurch sollen auch Einsätze im Messeverkehr zwischen West-Berlin und Leipzig erfolgt sein.
Autor: Wolfgang Dath |
Berichte
Andy 26.2.2012 16:42 |
Karlex 30.6.2011 8:19 |





